IDAHoBIT*-Straßenfest

Am vergangenen Samstag beteiligte sich auch die Grüne Jugend Jena mit einem Informationsstand beim Straßenfest anlässlich des IDAHoBIT* am 17. Mai.

Es entstanden viele spannende Gespräche, vor allem basierend auf dem Quiz, welches die Grüne Jugend erstellt hatte. Dabei wurden Fakten rund ums Thema und vor allem aus verschiedenen Ländern der Welt zusammengestellt. Die Aufgabe war es dann, die Fakten  den Ländern zuzuordnen.

Zum Beispiel:
1) Im Jahr 2015 wurden 318 Lesben, Schwule und Transgeschlechtliche wegen ihrer sexuellen Orientierung ermordet – alle 27 Stunden ein Mord.
2) Das erste Land der EU, welches Therapien zur „Heilung“ von Homosexualität verboten hat.

Lösung:
1) Brasilien
2) Malta

*International Day against Homophobia, Transphobia & Biphobia

IDAHOT* 2015 in Jena

Der Internationale Tag gegen Homophobie & Transphobie, kurz IDAHOT*, fand am 17. Mai auch in Jena statt. Bei schönem Wetter war selbstverständlich auch die GRÜNE JUGEND Jena dabei unGruppe_gesamtd wir konnten mit unserem eigenen Stand aufwarten. Dort gab es unter anderem ein Quiz, das viele erstaunliche Informationen zum Thema LGBTI beinhaltete, sowie Textmaterial zum Mitnehmen und Aufkleber um sich zu Positionieren. Aber auch sonst gab es viele bunte und laute Aktionen. So konnten Taschen mit Botschaften gegen Homo- und Transphobie bedruckt werden und es wurden Luftballons mit ebensolchen persönlichen Botschaften gen Himmel gelassen.

Bedanken wollen wir uns bei der Organisator*innen, die uns mit Tisch und Pavillon versorgten, bei allen, die da waren, sowie den verschiedenen Bands, die für die musikalische Untermalung des Nachmittags sorgten.

Im Laufe der nächsten Tage finden noch viele weitere Veranstaltungen statt (http://www.idahot-jena.de/index.php/termine) und wir hoffen auch dort viele bekannte und unbekannte Gesichter zu sehen, die sich für die Rechte und Gleichberechtigung aller Menschen, egal welcher sexuellen Orientierung oder des Geschlechts, einsetzen wollen.

Alle Familienmodelle – auch an Schulen

Anlässlich des Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie am 17. Mai, fordern wir, die GRÜNE JUGEND Jena, das Ende der Diskriminierung von LGBTI-Menschen und den offeneren Umgang mit Sexualität in Schulen.

Schule ist nicht mehr nur ein Ort zum Lernen, sondern vielmehr ein Ort der Identitätsfindung. In viele Lebensbereiche wirkt die Schule ein und formt Generationen von Schüler*innen. Konzepte wie „Schule ohne Rassismus“ existieren schon, aber ein Projekt wie „Schule ohne Homo- und Transphobie“ lässt noch auf sich warten.

In der Alltagsrealität ist LGBTI-Feindlichkeit (Lesbian-,Gay-, Bisexual-, Transgender-, und Intersexfeindlichkeit) schon deutlich sichtbar. Im schulischen Kontext ist diese Feindlichkeit aber besonders ausgeprägt. Mobbing und homophobe Schimpfwörter sind alltäglich an Schulen und viele Kinder und Jugendliche leiden darunter. Die Selbstmordrate unter LGBTI-Jugendlichen ist sieben Mal so hoch wie unter heterosexuellen Jugendlichen.*

„Die Schule muss ein Ort sein, an dem Vielfalt geschaffen wird und sich jede und jeder wohlfühlt“, erklärt Rosa Sondermann, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Jena. 

Dieser Meinung ist auch das Bundesverfassungsgericht. In einem Beschluss vom 31. Mai 2006 heißt es: „Soziale Kompetenz im Umgang auch mit Andersdenkenden, gelebte Toleranz, Durchsetzungsvermögen und Selbstbehauptung einer von der Mehrheit abweichenden Überzeugung können effektiver eingeübt werden, wenn Kontakte mit der Gesellschaft und den in ihr vertretenen unterschiedlichen Auffassungen nicht nur gelegentlich stattfinden, sondern Teil einer mit dem regelmäßigen Schulbesuch verbundenen Alltagserfahrung sind“.

„Homo-, Trans-, Bi- und Intersexualität darf kein Tabuthema mehr sein – besonders nicht in Schulen. Wir kämpfen für eine Welt ohne Ausgrenzung und hoffen auf viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter“, sagt Helena Serbent, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Jena.

Unsere Forderungen für mehr Toleranz gegenüber LGBTI-Menschen in der Schule sind:
– Lehrer*innen sollten während ihrer Ausbildung
lernen, wie man LGBTI-Themen im Unterricht umsetzen kann.
– Inhalte der Queer-Theorie sollen in verschiedenen Unterrichtsfächern thematisch verankert sein. Dazu gehören zum
Beispiel Deutsch, Fremdsprachenunterricht, Politik, Geschichte, Religion, Ethik und Biologie.
– Vertrauenslehrer*innen sollten eine bessere
Ausbildung bzgl. Queer-Theorie bekommen. 


* vgl. Remafedi, Gary (1991): Risk factors for attempted suicide in gay and bisexual youth, in: Pediatrics 87, 6, S. 869-875.

One Billion Rising 2015 in Jena

In vielen Ländern der Welt wird am 14. Februar der V-Day, der Valentinstag, gefeiert. Die GRÜNE JUGEND Jena hatte dieses Jahr auch mitgefeiert, allerdings einen anderen V-Day: den Vagina-Day mit der Aktion „One Billion Rising“.

Bei „One Billion Rising“ erheben sich Menschen für die eine Milliarde Frauen und Mädchen, die weltweit in ihrem Leben Gewalt erfahren mussten. Die Flashmob-Aktion setzte sich für Gerechtigkeit, gegen Gewalt an Frauen und für die Gleichberechtigung der Geschlechter ein.

Videos vom Tanz gibt es hier.

Auf dem Jenaer Marktplatz tanzte die GRÜNE JUGEND Jena mit verschiedenen anderen Organisator*innen und Passant*innen im Rahmen des Flashmobs. Dabei wurden sie von Astrid Rothe-Beinlich, Mitglied des Thüringer Landtages für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, unterstützt. Sie stellte klar: „Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist keine Privatsache“ und forderte auf, sich weiterhin gegen Sexismus weltweit einzusetzen.

Die GRÜNE JUGEND wird ganz besonders, aber nicht ausschließlich, auch im nächsten Jahr gegen Gewalt an Frauen und Mädchen Gesicht zeigen, wenn es heißt: Revolution!
Erhebt euch für Gerechtigkeit.

Bilder: J. Graeber & K. Bautz