Jan Otto, GRÜNE JUGEND-Mitglied in Jena, fuhr am 15. Dezember nach Dresden um gegen Rechts Gesicht zu zeigen. Seine Eindrücke und Meinungen beschreibt er mit den folgenden Zeilen:

Stellvertretend für die GRÜNE JUGEND Jena machte ich mich am 15. Dezember auf den Weg nach Dresden um die #nopegida-Proteste zu unterstützen. Bei der Demo des Bündnisses „Dresden Nazifrei“ traf ich bereits am Bahnhof die lokalen Altgrünen und Grünen Jugendlichen. Bis zur Zwischenkundgebung am Theaterplatz des Bündnisses „Dresden für Alle“ vor der Semperoper stieg die Zahl der Gegendemonstrant*innen auf 6500. Nach Reden der lokalen Antifa und Katja Kipping (Die Linke, MdB) zogen wir weiter, um in Sicht- und Hörweite der Pegida-Kundgebung Stellung zu beziehen. Hier hielt dann auch unser Bundesvorsitzender Cem Özdemir noch eine Rede, in der er deutlich machte, „dass man in Deutschland mal die Kirche im Dorf lassen sollte, echte Not herrsche in den Konfliktländern und den Nachbarländern, in denen sich der größte Teil der Geflüchteten aufhält.“ Unter dem Deckmantel der Angst vor einer vermeintlichen Islamisierung gegen Schutzsuchende zu hetzen, ist abgrundtief feige und sollte auch nicht von den Unionsparteien als „berechtigte Sorgen“ geadelt werden. Die Polizei, die mit Reiterstaffeln und Hundertschaften angetreten war, verhinderte die direkte Konfrontation der beiden Demonstrationszüge.

„Rassismus in jeder Form sollte auch weiterhin entgegentreten werden, auch wenn dieser auf Schweigespaziergängen aus der sich selbst so bezeichnenden Mitte der Gesellschaft kommt.“