noAfD_komprMit einer friedlichen Sitzblockade verdeutlichten schätzungsweise 60 Student*innen der Friedrich-Schiller-Universität am gestrigen Tag, dass sie die Veranstaltung „Offene Grenzen. Chance! Herausforderung. Gefahr?“ der Hochschulgruppe „Freimut“ nicht an ihrer Universität dulden wollten. Für diese Podiumsdiskussion waren sowohl Clemens Schneider (Prometheus – Das Freiheitsinstitut) und der Thüringer Landtagsabgeordnete der „Alternative für Deutschland“ (AfD), Stefan Möller, angekündigt.

Bereits einige Tage vorher unterschrieb die GRÜNE JUGEND Jena einen offenen Brief (hier entlang), der an den Präsidenten der Universität adressiert war, mit der Bitte die Veranstaltung abzusagen.

Mit Luftballons, Seifenblasen und Klatschprotesten versperrten die Student*innen den Weg in den Veranstaltungsraum. Auch mischten sich mindestens 10 Mitglieder der GRÜNEN JUGEND Jena unter das bunte Treiben der Demonstrant*innen, um Farbe gegen rechts gewandte Ideologien zu bekennen.

Insgesamt acht Polizeifahrzeuge begleiteten die Aktion – aus Angst vor Ausschreitungen. Scheinbar war dies eine übertriebene Maßnahme, da alles, wie auf Seiten der Demonstrant*innen nicht anders erwartet, friedlich blieb.

Unverrichteter Dinge zogen die Veranstalter*innen aus dem Universitätsgebäude ab und wichen kurzerhand ins Verbindungshaus der „Arminia“-Burschenschaft, der Grünen Tanne, aus.