Am gestrigen Donnerstag, den 21. Februar, fand die erste Veranstaltung im Rahmen des sogenannten „Frauen*kampftages“ in Jena statt. Ricarda Lang (links im Bild), Bundessprecherin der Grünen Jugend, diskutierte mit gut 50 Interessierten über das Thema „Wie hängen das Patriarchat und der Kapitalismus zusammen?“.

In ihrem einleitenden Impuls gab sie sowohl einen historischen Überblick über die Entwicklung feministischer Strömungen als auch die gegenwärtige Situation. „Ist Armut weiblich?“ war eine der von ihr aufgeworfenen Fragen, deren Relevanz sie u.a. am Gender Pay Gap oder unbezahlten Care-Arbeiten festmachte. Eine der Hauptschlussfolgerungen ihrer Ausführungen: „Kapitalismus und Patriarchat sind nicht deckungsgleich; sie bedingen aber einander.“ Doch auch wenn absolute Gleichberechtigung im Kapitalismus nicht erreichbar sei, ist es ihrer Meinung nach dennoch lohnenswert, im Kapitalismus nach Gleichberechtigung zu streben.

In der anschließenden Diskussion wurden viele der von ihr angesprochenen Themenbereiche wieder aufgegriffen und vertieft. Die Diskussionsteilnehmer*innen zeigten mit ihrem Interesse, dass der Feminismus nach wie vor eine wichtige Rolle spielt. Allen Interessierten seien die weiteren Veranstaltungen des Frauen*kampftag-Bündnisses empfohlen. Eine Übersicht findet ihr hier.

Ein herzliches Dankeschön möchten wir abschließend natürlich an Ricarda Lang richten: Dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, um mit uns über dieses gleichermaßen komplexe wie ernste Thema zu diskutieren.