Im Rahmen des Christopher Street Days Jena 2019, welcher von der GRÜNEN JUGEND und der Grünen Hochschulgruppe Jena mitorganisiert wird, lud die GJJ heute zu einer Diskussion mit Tessa Ganserer ins Café Wagner. Die bayerische Landtagsabgeordnete (Bündnis 90/Die GRÜNEN) war die erste Abgeordnete, welche sich als trans outete. Was das für sie bedeutet und wie die gegenwärtige Situation von trans Personen in Deutschland aussieht, darüber sprach sie und diskutierte anschließend mit den Zuhörer*innen.

Während ihres einleitenden Vortrages wurde bereits klar, dass allein die psychische Belastung für trans, intersexuelle oder auch queere Personen aufgrund gesellschaftlicher Diskriminierungen und Anfeindungen enorm ist. So berichteten in einer Studie etwa 70 Prozent der queeren Jugendlichen, dass sie bereits aufgrund dessen auf verschiedene Weise diskriminiert wurden. Und etwa 40% aller trans Personen hat bereits einmal einen Suizidversuch begangen.

Anhand dieser und weiterer Beispiele zeigte Tessa Ganserer eindrücklich auf, dass es dringend nötig ist, auch auf politischer Ebene zu handeln. Umso enttäuschender sei die geplante Reform des Transsexuellengesetzes, welche federführend durch das Bundesinnenministerium erarbeitet wurde. Es stelle eher eine Verschlimmerung der Lage dar und sei in keinster Weise tragbar. Andere europäische Länder sind da schon deutlich fortschrittlicher.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Tessa Ganserer für den Besuch und wünschen alles Gute bei der weiteren politischen Arbeit im bayerischen Landtag!

 

Titelfoto: Matthias Gothe